[Vorangestellt ist der Text in einfacher Sprache]
Was brauchen Menschen für ein gutes Leben?
Die Grünen in Friedberg sagen:
Natur, Wasser, Boden und Luft sind sehr wichtig.
Die Stadt kann viel für den Schutz der Natur tun. Zum Beispiel mit mehr natürlichen Grünflächen. Auch grüne Wände an Häusern helfen. Dort können Vögel Nester bauen. Und die Häuser bleiben im Sommer kühler.
Die Stadt soll auch Licht benutzen, das Insekten weniger schadet.
Die Grünen wollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen schützen. Zum Beispiel Wiesen, Bäche und Wälder. Regenwasser soll besser gespeichert werden. So gibt es weniger Überschwemmungen.
Der Boden in der Wetterau ist sehr wertvoll. Er speichert Wasser und ist wichtig für die Landwirtschaft.
Darum sagen die Grünen:
Bodenschutz ist auch Klimaschutz. Neue Flächen sollen nur selten bebaut werden.
Der Wald ist wichtig für Tiere, Pflanzen und Menschen. Darum soll der Wald fit für den Klimawandel gemacht werden. Zum Beispiel mit Baumarten wie Eiche und Birke.
Natur- und Umweltschutz sind wichtig für eine gute Zukunft. Für die Menschen in Friedberg und für kommende Generationen.
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Was brauchen wir für ein gutes Leben? Die Grünen Friedberg geben in ihrem Wahlprogramm Antworten auf diese Fragen. Eine davon lautet: Natur, Wasser, Boden und Luft gehören auf jeden Fall dazu!
Was kann Kommunalpolitik dazu leisten? Jede Menge, finden die Grünen Friedberg und präsentieren ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Schutz der Lebensgrundlagen und zur Stärkung der Artenvielfalt in unserer Stadt. Anknüpfend an den Erfolg beim „Kühlen Grund“, wo durch den Druck der Grünen endlich eine artenreiche Wiese entsteht, ist das Ziel die konsequente Erfüllung aller gesetzlichen Naturschutzaufgaben.
Dass eine funktionierendes Ökosystem kein Selbstzweck ist, macht Stefan Nawrath, Biologe und Kandidat für den Ortsbeirat Ossenheim, deutlich: „Der Erhalt der Natur bedeutet, dass für die Friedbergerinnen und Friedberger Stressabbau und Erholung in einer intakten Natur möglich ist.“
Daraus folgt: wir brauchen mehr Natur mitten in der Stadt: Die Kommune sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen. Auf städtischen Grünflächen sollen wieder mehr Schmetterlinge und Bienen leben durch naturnahe Grünpflege. Grüne Fassaden bieten Vögeln wie den Spatzen Nistmöglichkeiten – und den Menschen Kühlung im Sommer und Schutz vor Lärm und Staub. Die Installation einer insektenfreundlichen Beleuchtung reduziert die Lichtverschmutzung und fördert nachtaktive Arten.
Eine Voraussetzung für die Umsetzung der naturnahen Pflege ist gutes und geschultes Personal im Bauhof der Stadt.
Lebensräume erhalten – Arten schützen
Um alle Lebensräume und Arten zu erhalten – vom Wilden Sellerie bis zum Rebhuhn, von den Bächen und Streuobstwiesen bis zu den Heiden und Wäldern – fordern die Grünen die Aufstellung eines neuen Landschaftspflegeplans sowie eines Biodiversitätskonzepts. Dazu zählt die Renaturierung von Gewässern, wie sie die Wasserrahmenrichtlinie fordert. Auch die Kompensationsziele wollen die Grünen endlich umsetzen: Diese dienen dazu, die durch bauliche Eingriffe verursachten erheblichen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft auszugleichen oder zu ersetzen.
Wasser im Klimawandel: Bewahren, speichern, säubern
Sauberes Wasser soll nicht nur in Bächen und Tümpeln zu sehen sein, sondern langfristig als Trinkwasser zur Verfügung stehen, auch bei Dürreperioden. Die zunehmenden Starkregen erfordern mehr Versickerungs- und Speichermöglichkeiten. Deshalb wollen die Friedberger Grünen Regenwassernutzung in öffentlichen Gebäuden, aber auch dessen private Nutzung fördern sowie zum Wassersparen anregen. Als Schutz vor Überschwemmungen und als Bewässerung von Grünflächen braucht es Regenrückhalt. „Schlagwort hierfür ist das Schwammstadt-Prinzip, für das es inzwischen gute Beispiele aus anderen Städten gibt“, führt Doris Jensch aus, die für die Stadtverordnetenversammlung und als Spitzenkandidatin für den Ortsbeirat Kernstadt antritt. „Außerdem brauchen wir die Einführung der 4. Reinigungsstufe beim Klärwerk zur Beseitigung von Arzneimittel-Rückständen, anderen wasserschädlichen Chemikalien und Mikroplastik, damit Usa und Wetter sauberer werden.“
Der gute Wetterauer Boden ist Speicherort für Wasser und Kohlenstoff, Grundlage der Landwirtschaft als Nahrungsmittelerzeugung und der Biodiversität. Für die Grünen ist Bodenschutz daher Klimaschutz.
Die Friedberger Grünen stellen klar, dass sie die Kaserne für Bebauung nutzen wollen, weitere Versiegelung aber als Ausnahme (z.B. für Feuerwehrgerätehäuser) sehen. Damit eine Entwicklung in der Stadt für Wohnungen und Gewerbe möglich ist, schlagen die Grünen schon seit langem ein Leerstandsmanagement vor. Dazu sagt Doris Jensch: „Schon versiegelte Flächen müssen erfasst und bekannt sein, um zur Wiederbebauung genutzt werden zu können. Wir brauchen eine Förderung der Umnutzung von Bestandsgebäuden. An vielen Stellen ist eine Nachverdichtung möglich, wie jetzt an der Lindenstraße geplant. Mit unserem Boden wollen wir sparsam umgehen. Dazu gehört, dass wir nur für nachhaltige Nutzungen Boden im Flächennutzungsplan vorsehen, also auch bei ökologisch sinnvollen Projekten so wenig wie möglich Fläche verbrauchen: beim Umspannwerk, bei Photovoltaik, bei der Windkraft.“
Landwirtschaft soll am besten regional und ökologisch sein. Sie liefert dann gesunde Lebensmittel und schützt oft auch die Artenvielfalt.
Für die Friedberger Grünen ist klar: Die Wetterau ist eine Kulturlandschaft. Viele Lebensräume lassen sich nur mit der Landwirtschaft zusammen erhalten. Die Grünen wollen die regionale Landwirtschaft stärken, indem regionale Ernährung in den öffentlichen Einrichtungen und bei kommunalen Veranstaltungen das neue „Normal“ wird. Die Verpachtung der vielen landwirtschaftlichen Flächen der Stadt wollen die Grünen unter die Überschrift „Gemeinwohl“ stellen, es sollen also Auflagen zum Schutz von Boden, Wasser und Artenvielfalt gemacht werden. Viele landwirtschaftliche Betriebe verfügen über Geräte und Knowhow für naturschutzgerechte Pflege von Lebensräumen. Diese Betriebe sollen daher in die Landschaftspflege eingebunden werden.
Wald als Lebensraum mit hoher Kohlenstoffspeicherung, als Ort für Erholung und Ruhe – und Lieferant für den wertvollen Rohstoff Holz: Die Grünen Friedberg wollen das Multitalent stärken und fit im Klimawandel machen.
Um ihn stark und klimaresilient zu machen, stehen die Grünen dafür ein, den Umbau des Waldes fortzuführen– hin zu klimatoleranten heimischen Arten wie Eiche, Birke und Hainbuche. Damit er auch Dürreperioden gut übersteht, braucht es Wasserrückhaltung. Das sorgt zugleich für ein besseres Waldklima und hat positive Effekte für Wasserversorgung und Artenvielfalt. „Wir wollen eine Zertifizierung des Waldes nach FSC-Standard, dem höchsten Nachhaltigkeitsstandard für Waldwirtschaft“, erläutert Stefan Nawrath. „Das bedeutet auch, dass keine Pestizide eingesetzt werden und es nicht-bewirtschaftete Vergleichsflächen gibt, damit wir eine Grundlage für weitere Entscheidungen haben. Außerdem ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter wichtig: Alle Anstrengungen bringen nichts, wenn das Wild alle Jungbäume auffrisst.“
Umwelt- und Naturschutzpolitik verstehen die Grünen Friedberg als Vorsorge für Lebensqualität heute und gesunde Lebensgrundlagen in der Zukunft, für Friedberg und darüber hinaus.
Hintergrund
Die vorgestellten Punkte sind Teil des Kommunalwahlprogramms 2026, das Bündnis 90/Die Grünen Friedberg in diesen Wochen detailliert vorstellen. Die vollständige Version ist nachzulesen auf http://old.gruene-friedberg.de/kommunalwahl-2026/.
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